St. Gilgen ist der ruhigere der beiden großen Orte am Wolfgangsee – wer St. Wolfgang mit seinem Trubel schon kennt, merkt den Unterschied sofort. Der Mozartplatz mit seinem Brunnen erinnert daran, dass Mozarts Mutter Anna Maria hier geboren wurde; die Familie hat also nicht nur Wurzeln in Salzburg. Wer hoch hinaus will, fährt mit der Zwölferhorn-Seilbahn, und wer lieber übers Wasser reist, nimmt die Schiffslinie nach St. Wolfgang – eine der schöneren Arten, den See kennenzulernen.
In St. Gilgen sind wir bei der Prüfung kleinlicher gewesen als anderswo: Nur zwei Häuser haben unseren Test bestanden, dafür beide ohne Einschränkung. Ein drittes Hotel wirbt zwar mit „Lake View“ im Namen, aber eben nur im Titel für Suchmaschinen – die tatsächlichen Balkone blicken auf den Ort, nicht auf den See. Das haben wir vor Ort so vorgefunden und entsprechend nicht gelistet.
Der Gasthof Zur Post liegt direkt am Mozartplatz, an der Uferpromenade. Die Doppelzimmer haben Seeblick, teils mit, teils ohne Balkon – ein traditionelles Haus mitten im Ort, aber eben tatsächlich am Wasser.
Das Seehotel Billroth liegt direkt am See, mit eigenem Badesteg und Privatstrand. Doppel- und Einzelzimmer haben Seeblick, die Juniorsuite liegt seitlich versetzt – wer den direktesten Blick will, fragt am besten gezielt nach der genauen Zimmerlage.
Im Vergleich zu Hallstatt und St. Wolfgang ist St. Gilgen der Ort für alle, die den See ohne Trubel erleben wollen. Es gibt keine Busladungen wie in Hallstatt und keine Operetten-Kulisse wie in St. Wolfgang – dafür ein ruhiges Ufer, an dem man tatsächlich am Wasser sitzt, statt es nur von oben zu betrachten.
Alle Angaben zum Seeblick wurden redaktionell recherchiert (offizielle Hotelangaben,
Buchungsportale, Gästebewertungen) und mit Datum versehen. Preise sind Beispielwerte inkl. Steuern
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