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Wohin im Winter ans Meer? Kanaren und Madeira, wo der Atlantik auch im Januar mild bleibt

Wenn das Mittelmeer abkühlt, fängt auf den Atlantik-Inseln die beste Zeit erst an. Wir zeigen, warum Kanaren und Madeira die sichersten Winterziele für Meerblick-Urlaub sind – und welche Orte sich lohnen.

Titelbild: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Es gibt diesen einen Moment im November, wenn zu Hause die Heizung anspringt und das Mittelmeer auf seine Winterruhe zugeht. Genau dann beginnt zweitausend Kilometer weiter südwestlich die angenehmste Reisezeit des Jahres. Die Kanaren und Madeira liegen weit genug südlich, dass die Sonne auch im Januar wärmt – und der Atlantik gibt seine Sommerwärme so langsam ab, dass Baden bis weit in den Winter möglich bleibt. Für einen Urlaub mit Meerblick sind die Inseln die verlässlichste Wahl, sobald der Kalender Dezember zeigt.

Warum die Inseln im Winter funktionieren

Der Grund liegt in der Lage. Die Kanaren liegen auf der Höhe der Sahara, knapp nördlich des Wendekreises – im Januar klettert das Thermometer tagsüber verlässlich auf 21 bis 22 Grad, das Wasser hält etwa 19 bis 20 Grad. Madeira liegt ein Stück weiter nördlich und ist eine Spur kühler und grüner: tagsüber um die 19 Grad, das Meer bei rund 19 Grad. Beide Inselgruppen haben das, worauf es im Winter ankommt – Sonne. Die Kanaren bringen es übers Jahr auf mehr als 2.700 Sonnenstunden. Madeira ist wechselhafter, der grüne Norden deutlich regnerischer; an der geschützten Südküste um Funchal bleibt es meist mild und trocken.

Madeira: Meerblick über dem Atlantik

Madeira ist eine Insel der Steilküsten, und genau das macht den Meerblick hier so zuverlässig. In Funchal reihen sich die Hotels an der Avenida do Infante und auf den Klippen über dem Wasser auf – das Reid’s Palace, das Cliff Bay und das Savoy Palace haben eigene Ocean-View-Kategorien und Aufzüge bis hinunter zur Badeplattform. Wer es ruhiger mag, fährt ein paar Kilometer weiter nach Caniço, wo das Galo Resort direkt auf der Atlantikklippe sitzt. Das alte Fischerdorf Câmara de Lobos auf unserem Titelbild zeigt, wie die Insel tickt: bunte Boote, ein paar Häuser am Hang, das Meer gleich dahinter. Schon Winston Churchill stellte hier seine Staffelei auf.

Strand an der Costa Adeje auf Teneriffa mit der Hotelzeile im sonnigen Gegenlicht
Die Kanaren sind die sichere Bank, wenn es um Sonne geht – hier die Strandküste der Costa Adeje auf Teneriffa mit der Hotelzeile dahinter. Foto: Marc Ryckaert / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kanaren: Sonne fast garantiert

Die Kanaren sind die sicherere Bank, wenn es um Sonne geht. Auf Gran Canaria liegt das Hotel Faro in erster Reihe an der Meloneras-Promenade von Maspalomas, gleich neben den berühmten Dünen. An der Costa Adeje auf Teneriffa haben das Bahía del Duque und das Jardines de Nivaria feste Meerblick-Kategorien direkt am Strand der Playa del Duque. Auf Lanzarote zieht sich die Hotelzeile von Puerto del Carmen die Playa Grande entlang, und im grünen Norden Teneriffas, in Puerto de la Cruz, blicken die Häuser am Lago Martiánez auf den rauen Atlantik. Wer lieber Dünen und langen Sandstrand hat, ist in Corralejo auf Fuerteventura richtig.

Worauf man im Winter achten sollte

Zwei Dinge unterscheiden den Winterurlaub vom Sommer. Erstens die Himmelsrichtung: Die Wintersonne steht tief, ein Balkon nach Süden oder Südwesten holt die meiste Wärme und das längste Licht. Zweitens das Inselrelief. Auf Teneriffa und Madeira regnet es im Norden öfter, während der Süden in der Sonne liegt – der Teide und die Bergketten halten die Wolken zurück. Für verlässliches Winterwetter mit Meerblick lohnt sich der Süden: Costa Adeje statt Nordküste, Funchals geschützte Südseite statt der regnerischen Berghänge.

Vorlauf lohnt sich: Die Wintermonate sind auf den Kanaren Hauptsaison – halb Nordeuropa flieht vor der Kälte. Die guten Meerblick-Zimmer für Dezember bis Februar sind oft schon im Spätsommer ausgebucht. Wer über Weihnachten oder Silvester mit Blick aufs Wasser sitzen will, bucht besser früh.

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Häufige Fragen

Wo ist es in Europa im Winter am wärmsten am Meer?

Auf den Kanaren. Sie liegen am weitesten südlich und kommen im Januar tagsüber verlässlich auf 21 bis 22 Grad, das Wasser hält etwa 19 bis 20 Grad. Madeira ist eine Spur kühler (um die 19 Grad tags), dafür grüner. Beide schlagen das winterliche Mittelmeer deutlich.

Kann man auf den Kanaren im Winter noch baden?

Das Meer hält im Winter rund 19 bis 20 Grad – für Geübte zum Schwimmen warm genug, für andere eher frisch. Viele Hotels und Resorts haben deshalb beheizte Pools mit Meerblick, sodass man die Wahl hat.

Kanaren oder Madeira im Winter?

Die Kanaren sind sonniger, etwas wärmer und haben die größeren Sandstrände – die sichere Wahl fürs Strandwetter. Madeira ist grüner, dramatischer und ruhiger, mit spektakulären Steilküsten; im Winter sollte man hier die geschützte Südküste um Funchal wählen, weil der Norden zu Regen neigt.

Welche Inselseite ist für Winter-Meerblick am besten?

Der Süden. Auf Teneriffa und Madeira halten die Berge die Wolken im Norden zurück, während der Süden in der Sonne liegt. Costa Adeje auf Teneriffa und die Südseite von Funchal sind die verlässlichsten Ecken für mildes, trockenes Winterwetter mit Blick aufs Wasser.

Sind Meerblick-Hotels auf den Kanaren im Winter ausgebucht?

Oft ja. Der Winter ist auf den Kanaren Hauptsaison, weil viele Nordeuropäer der Kälte entfliehen. Gerade die Meerblick-Zimmer der ersten Reihe für die Monate Dezember bis Februar sind häufig schon im Spätsommer vergeben – früh buchen lohnt sich.