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Wo fast jedes Zimmer aufs Meer schaut: die sichersten Meerblick-Orte Europas

Es gibt Orte, an denen man beim Meerblick kaum etwas falsch machen kann, weil sich die Häuser senkrecht über dem Wasser stapeln. Wir zeigen, wo unsere Trefferquote am höchsten ist – und warum.

Titelbild: Michael Gimmelfarb / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wir prüfen jede Unterkunft einzeln, und über die Monate ist uns eine Sache aufgefallen: An manchen Orten lehnen wir fast nie ein Haus ab, weil dort schlicht jedes Zimmer aufs Wasser schaut. An anderen müssen wir drei von vier aussortieren. Der Unterschied liegt in der Geografie. Wo sich ein Dorf senkrecht eine Klippe hinaufstapelt oder an einem Kraterrand klebt, hat fast jedes Haus freie Sicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen dieser Orte. Hier sind die mit der höchsten Trefferquote.

Die Amalfiküste: Positano, Amalfi, Ravello, Praiano

Keine Region ist so verlässlich wie die Amalfiküste. In Positano und Amalfi haben wir bisher praktisch jedes geprüfte Hotel mit voller Meerblick-Kategorie aufgenommen – Le Sirenuse, Santa Caterina, das Miramalfi. In Ravello hoch über dem Golf von Salerno blicken sechzehn von siebzehn gelisteten Häusern aufs Wasser, im Klippendorf Praiano zweiundzwanzig von vierundzwanzig. Die Küste ist gebaut wie eine Tribüne zum Meer. Welche der beiden großen italienischen Steilküsten besser zu Ihnen passt, klären wir im Vergleich Cinque Terre gegen Amalfiküste.

Santorini und die griechische Caldera

Santorini ist unser größtes Reiseziel und zugleich eines der sichersten. Die Häuser von Oia, Imerovigli und Firá kleben an der Innenkante des Vulkankraters, jede Terrasse fällt steil zur Caldera ab. Von siebenundvierzig geprüften Häusern haben vierundvierzig vollen Meerblick. Nur ein paar zurückgesetzte Villen eine Querstraße hinter der Kante fallen durch – die typische Ausnahme, auf die wir achten. Den Sonnenaufgang über Oia haben wir im Beitrag über Frühstück mit Meerblick zum Titelbild gemacht.

Die Faraglioni-Felsen von Capri ragen aus dem tiefblauen Tyrrhenischen Meer, im Vordergrund die Steilküste
Capri orientiert sich zum Meer: die Faraglioni-Felsen, das klassische Wahrzeichen der Insel. Foto: Hervé Simon / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Capri, Taormina und Funchal

Auch die Inseln und Steilküsten weiter südlich liefern verlässlich. Auf Capri richten sich die Häuser zur Marina Piccola und den Faraglioni-Felsen aus – dreiundzwanzig von siebenundzwanzig mit Meerblick. Taormina auf Sizilien thront auf einem Felsbalkon über dem Ionischen Meer, hier hat bisher jedes einzelne geprüfte Haus den Blick. Und Funchal auf Madeira reiht seine Hotels an der Klippe über dem Atlantik auf – mehr dazu in unserem Beitrag über Winter-Sonne auf Kanaren und Madeira.

Und wo es eben nicht selbstverständlich ist

Zum Vergleich die andere Seite. In den Cinque Terre ziehen die Hauptgassen die enge Schlucht hinauf, viele Fenster sehen die Gasse statt das Meer. In den flachen Badeorten an Adria und Ostsee schiebt der Dünen- oder Promenadengürtel die Häuser zurück. Dort entscheidet die genaue Lage des einzelnen Hauses – und dort lehnen wir am meisten ab. Genau deshalb prüfen wir jede Unterkunft einzeln, statt uns auf den Ortsnamen zu verlassen.

Schön, aber steil: Die Orte mit der höchsten Meerblick-Quote sind fast immer die steilsten. Wo jedes Zimmer aufs Wasser schaut, führen meist viele Treppen dorthin. Wer das nicht möchte, findet die flachen Alternativen in unserem Beitrag Meerblick ohne Treppensteigen. Und wann das Meer an diesen Orten am wärmsten ist, steht im Spätsommer-Beitrag.

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Häufige Fragen

An welchen Orten ist Meerblick fast garantiert?

An den senkrechten Klippendörfern und Caldera-Rändern: Positano, Amalfi, Ravello und Praiano an der Amalfiküste, der Calderarand von Santorini, dazu Capri, Taormina auf Sizilien und Funchal auf Madeira. Dort schaut nahezu jedes geprüfte Haus aufs Wasser, weil sich die Bebauung steil über dem Meer staffelt.

Warum haben dort fast alle Zimmer Meerblick?

Wegen der Geografie. An einer Steilküste oder einem Vulkankrater stapeln sich die Häuser senkrecht übereinander, sodass kaum ein Gebäude einem anderen die Sicht nimmt. Jede Terrasse fällt zum Wasser hin ab – der freie Blick ist dort eher die Regel als die Ausnahme.

Wo ist Meerblick dagegen nicht selbstverständlich?

In den Cinque Terre, wo viele Häuser in die enge Schlucht statt aufs offene Meer blicken, und in den flachen Badeorten an Adria und Ostsee, wo Dünen- und Promenadengürtel die Bebauung vom Wasser wegschieben. Dort hängt der Meerblick stark von der genauen Lage des einzelnen Hauses ab.

Bedeutet höchste Trefferquote auch viele Treppen?

In der Regel ja. Gerade weil die Orte so steil sind, hat dort fast jedes Zimmer Meerblick – der Preis sind Treppen und Steigungen zwischen Hafen, Unterkunft und Restaurant. Wer schlecht zu Fuß ist, findet flache Alternativen in unserem Beitrag über Meerblick ohne Treppensteigen.

Prüft ihr wirklich jedes einzelne Haus?

Ja. Die genannten Trefferquoten stammen aus unserer eigenen Prüfung, bei der wir jede Unterkunft anhand offizieller Hotelangaben, Buchungsportale und Gästebewertungen einzeln nachrecherchieren. Nur Häuser mit nachweisbar buchbarer Meerblick-Kategorie werden gelistet.